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Technik

Abschuss-Box

Bombetten sind eine praktische Sache.

Sie sind fertig in ein Rohr abgefüllt. Meistens enthalten sie mehrere Effektladungen, die über eine interne pyrotechnische Verzögerung gleichmässig ausgeworfen werden.

Unterschiedliche Durchmesser bis 60mm sind erhältlich. In der Regel werden die Rohre einzeln geliefert.

Ein Gestell oder eine Abschussvorrichtung ist dann Sache des Feuerwerkers.
Man kann die Rohre an festen Pfosten befestigen, sie gefächert auf Gitterrahmen montieren oder in leere Rohre von Mörser-Batterien stellen.

Wichtig ist, dass bei einem eventuellen Rohrkrepierer die Restladung unter Kontrolle bleibt. Sonst werden die restlichen Schüsse unkontrolliert in alle Richtungen schiessen.


Bombetten diverse Kaliber

Sicherheit ist ein Muss

Die Bombetten sind schnell auf einem "Träger" montiert. Und diese Träger gibt es in unzähligen Varianten. Ein Brett, ein Gitter ein "irgend Etwas".

Früher wurden die Kartonröhren mit Draht an der Abschussvorrichtung befestigt. Später folgten die bequemeren, aber weniger sicheren Kabelbinder. Alles Bestens, bis ein Rohrkrepierer dem Schauspiel eine ungeahnte Wende diktiert.

Das scheinbar stabile Kartonrohr mit seiner Restladung liegt zerfetzt am Boden. Die restlichen Schüsse feuern ziellos durch die Gegend.

Das kann ins Auge gehen. Dieses Risiko wollten wir nicht auf uns nehmen.

Eine neue Abschussvorrichtung musste her!

Folgende Kriterien musste sie erfüllen:

  • Schnelle, einfache Montage auf dem Brandplatz.

  • Sichere Abschirmung gegen die Zuschauer.

  • Rohrkrepierer richten keinen Schaden an.

  • Die Fächerung ist für alle Kaliber identisch.

  • Alle Gössen können zusammenmontiert werden.

Abschuss 75
Planausschnitt für das Kaliber75mm.

Nach eingen Skizzen und Überlegungen entschied ich mich für eine Aluminium Konstruktion.

Dieses Material ist leicht und solide. Ideal im rauhen Umfeld der Feuerwerkerei.

Die Kostruktion wurde am PC mit einem CAD Programm geplant und gezeichnet.

Mit der gewählten Bauweise bleiben Rohrkrepierer unter Kontrolle. Durch die geschlossene Konstruktion haben Querschläger keine Chance.

Drei Grössen für die unterschiedlichen Kaliber wurden angefertigt. Alle sind miteinander kombinierbar.

Es können pro Kiste entweder sieben Bombetten für einen 7-er Fächer eingeschoben werden, oder zwei Mal fünf Bombetten für einen 5-er Fächer

Die einzelnen Blechteile wurden dann mit Wasserstrahltechnik ausgeschnitten, es folgte das Biegen und der Zusammenbau.

Schematische Darstellung Front
Die Frontansicht zeigt die absolut gleiche Fächerung für alle verwendeten Kaliber. Garant für perfekte Feurwerksbilder.
Alle Kisten sind auch in einer passenden 7-fach Fächerung vorhanden.
Für die Verankerung im Boden dienen die senkrechten Dachlatten. Jede einzelne Kiste kann verankert werden. Längsstabilität bringen die vier durchgehenden horizontalen Dachlatten. Diese stabilisieren den Pulk und garantieren Symmetrie.
Die Abschussvorrichtungen wurden für Bombetten mit kleinen Durchmessern entwickelt.

Die Dinger brauchten noch einen Namen. Kiste, das war zu wenig nett! "Heiliges Blechle", das passte schon viel besser.

Die "Kisten" für das Kaliber D75mm nehmen auch Bombenrohre auf. In diese können dann ganze Bündel von Römischen Lichtern oder ähnliche Effekte platziert werden.

Die Verlockung war gross, die Bombenrohre statt mit Kleinfeuerwerk, versuchsweise einmal mit 75mm Kugelbomben zu bestücken.

Der Belastungstest musste dann mit "aller Härte" über die Bühne.




Bombetten in Aktion
Römische Lichter. Kleines Kaliber zu einem D75er Bund zusammengefasst. Fächer 7-fach.
Zwei Fliegen auf einen Streich. Leichte, kompakte Bombengestelle für das Kaliber 75mm, mit einer superpräziesen Fächerung, die mit dem Kleinfeuerwerk übereinstimmt.
Abschuss 75, Unterbau
Die Auflegerkonstruktion verkraftet auch ein 5-fach 75mm Bombenspiel. Siehe hier.
Test B
Der Rückstoss schlägt mit voller Wucht auf den Aufleger.
Test D
Und siehe da: Das "heilige Blechle" verkraftete den groben Akt mit Bravour.